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| Entwicklung des Marienkäfers |
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| Donnerstag, den 16. Juni 2011 um 16:27 Uhr | |||
Schon lange wollte ich den Artikel über die Entwicklung des Marienkäfers fertig haben, denn viele kennen nur den fertigen Marienkäfer und denken bei den Larven eher an Schädlinge. Ich komme grad echt zu nichts, durch das schöne Wetter ist man soviel draußen unterwegs und im Garten.![]() Am Anfang steht wie immer die Liebe. So ist es recht, vermehrt euch fleissig, denn ich habe jede Menge Läuse für euch im Garten. ![]() Ende April bis Anfang Mai legt das Marienkäferweibchen bis zu 400 Eier, in der Regel in kleineren Paketen an die Blattunterseite. Die Eier sehen auf der Macroaufnahme riesig aus, sind aber nur etwa einen halben Milimeter groß, also nicht so einfach zu sehen bzw. zu finden. Für die Marienkäfereier musste ich echt leiden. Stunden habe ich mich bei sengender Sonne im Schweiße meines Angesichtes durch Brennesselbüsche gewühlt. An den Brennesseln befanden sich jede Menge Blattläuse und genau an solchen Stellen legen die Marienkäfer ihre Eier ab, damit die Larven nach dem Schlüpfen sofort etwas zu fressen finden. Aber die Plagerei hat sich letztendlich wenigstens gelohnt, ich habe welche gefunden. ![]() Nach etwa 7 - 10 Tagen schlüpfen die Larven. Sie sind am Anfang kleiner als eine Blattlaus, ganz schwarz, häuten sich mehrmals bis in ca. 30 - 60 Tagen eine erwachsene Marienkäferlarve von bis zu 15 Millimetern draus geworden ist. Im Laufe des Larvendaseins wird sie je nach Art ca. 3.000 Blattläuse fressen. Hier eine bereits erwachsene Larve (je nach Alter wird dann auch die rot/schwarze Färbung deutlicher), für die ganz kleinen Larven wollte ich mich nicht nochmal in die Brennessel quälen. ![]() Die erwachsene Larve klebt sich mit Hilfe eines Secrets an Blätter und Äste und es entsteht eine Mumienpuppe. Nach sechs bis neun Tagen wird der fertige Käfer schlüpfen. ![]() Ein frisch geschlüpfter Marienkäfer ist noch sehr zart, ganz hell und hat noch keine Punkte. Nun ist erst mal noch Ruhe angesagt, es dauert noch ein paar Stunden bis sein Panzer ausgehärtet ist und er seine Farbe bekommt. ![]() Dann ist er fürs Leben bereit und macht sich auf zu neuen Ufern bzw. auf Blattlaussuche. Er hat mir dann leider nur noch sein Hinterteil gezeigt *gg* und weg war er. ![]() So, kleiner Glückskäfer nun geh mal schön meine Läuse im Garten fressen - gibt genug für alle *gg*. Übrigens können die asiatischen Marienkäfer auch zur Plage werden. Ich habe das mal vor vielen, vielen Jahren in einem Urlaub in Dänemark erlebt. Es gab massenhaft Käfer, alles war übersät von Marienkäfern. Finden sie dann nicht mehr genug Blattläuse fressen sie auch Obst, können sogar auch recht aggressiv werden, beißen und mögen auch menschliches Blut. War dann gar nicht mehr lustig - sie können echt schmerzhaft zubeißen, wir haben die Flucht ergriffen.
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Kommentare
Hab' ich es nicht gesagt, Du bist eine Gescheite ;-)))
Welches Kameraequipment benutzt du?
Danke für diesen tollen Artikel :)
Alles Liebe
Anna
Im Moment findet man sie überall Detlef, da es dieses Jahr auch viele Läuse gibt. Schön, daß Du sie nicht entfernt hast und nun weisst Du auch, daß es ein nützliches Tierchen war. Ich fotografiere mit einer Canon 60D.
Bei Larven, Engerlingen etc. ist die Begeisterung bei vielen nicht so groß Paleica, aber ohne - keine hübschen Käfer, Schmetterlinge ...
Ganz lieben Dank Anna, freut mich sehr, daß Dir der Artikel gefällt.
LG Soni
Drücke ganz fest die Daumen, Es sind wirklich klasse Bilder rausgekommen. Ist schwer sowas hinzubekommen
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