News Kategorien
Archiv
Stammtisch
| Hund - Deutsch Deutsch - Hund von Martin Rütter |
|
|
| Montag, den 15. März 2010 um 16:45 Uhr | |||
![]() An 12 Tagen darf man mit netten Aufgaben testen ob man bereit für einen Welpen ist. Zitat: Tag 11 - Robben Sie einmal über den matschigen Rasen, hüpfen Sie danach mehrmals auf und ab und quietschen Sie dazu in den höchsten Tönen. So soll der Welpe laut Hundetrainer gerufen und aufmerksam gemacht werden. Wichtig: Veranstalten Sie diesen Tanz, während Ihre Nachbarn gerade mit Gästen auf der Terrasse sitzen und Kaffee trinken. Oder ob man überhaupt ein Hundemensch ist. Zitat: Können Sie nachts in Positionen schlafen, um die Sie jeder Yogaprofi beneiden würde? Und das nur, weil Sie die Hunde in Ihrem Bett nicht stören wollen. Es wird die Geheimsprache der Hundehalter erklärt. Zitat: Er muss erst in Ruhe seine Zeitung zu Ende lesen. = Zaghafter Versuch der Entschuldigung, warum der Hund nicht einmal seinen Kopf hebt, wenn er gerufen wird. Ich finde auch immer die Aussage - Der tuuut nix - von Hundehaltern unmöglich, wenn der Hund mal wieder auf andere zuläuft ohne auf deren Ruf zu reagieren. Erklärung - Zitat: Jedenfalls so gut wie nichts von dem, was ich gerne hätte und vor allem dann nicht, wenn ich es sage. Gröhl, super beschrieben. Auch kommen verschiedene Rassen in Hundetagebüchern zu Wort, z.B. Kangal Kaya. Zitat: Herrchen hat einen gelben, runden, mit Filz beklebten Gegenstand entsorgt. Er stand damit vor mir und sagte immer wieder: Guck mal, was ich hier habe. Als er ihn schließlich vor meinen Augen quer durch den Garten warf und Apport rief, dachte ich nur. Okay, warum auch immer du einen nagelneuen Gegenstand wegwirfst, mich geht es nichts an. Wenn Ihr da Herrchen mit Frauchen ersetzt könnt Ihr mich mit Mika bildlich vor Euch sehen. Mika hält vom Apportieren überhaupt rein gar nichts, halt typisch Kangal - das wäre unter seiner Würde und eine vollkommen sinnlose Beschäftigung. Wobei der Golden Retriever Sam in seinem Tagebuch alles einfach super findet, von Menschen, übers Futter, bis zum Spielen. Jeden Tag ist einfach alles super. Grins, die verschiedenen Rassen in den Hundetagebüchern - einfach klasse. Auch Martin Rütters Hündin Mina gibt anderen Hunden gute Tipps. Zitat: Wenn Du groß genug bist, dann lege immer den Kopf auf die Couch oder das Bett, sobald deine Menschen darauf sitzen oder liegen. Wedle dabei dezent mit hängender Rute, drehe den Kopf etwas seitlich, atme entspannt und gleichmäßig. Und mache bloß nicht den Fehler, einfach hochzuhüpfen. Verharre in der eben beschriebenen Position nur 60 Sekunden und schon hast du den Menschen suggeriert, dass du respektierst, dass es deren Couch ist. Sie denken, wenn sie jetzt "Hopp" sagen, haben "SIE" entschieden. Lasse sie einfach in dem Glauben. Faszinierend, wenn man mal so wirklich drüber nachdenkt, wie die Hunde uns im Griff haben. Trotz allem Humor bekommt man aber auch sinnvolle Erklärungen zum Verhalten der Hunde aus der Sichtweise des Hundes und zu Mißverständnissen, die daraus entstehen. Laut Meinung der meisten Hundehalter hat ein Hund die Rauferei zu beenden sobald der andere sich unterwirft, sonst ist er gestört. Völlig falsch (wie Martin Rütter sehr gut an einem Beispiel erkärt), es kommt auf den Grund des Streits an. Kaum einer kann verstehen, wenn ich anderen Hundehaltern klar mache, daß ein fremder Hund in unserem Garten nicht toleriert wird. Och, meiner unterwirft sich doch sofort, bekomme ich dann zu hören. Fehlanzeige, das würde dem anderen Hund in diesem Fall herzlich wenig nützen. Das wäre Mika völlig egal, selbst, wenn ein sichtlich stärkerer Gegner kommt würde er sein Revier bis zum letzten Blutstropfen verteidigen. Es geht hier nämlich nicht um die Klärung einer Rangordnung, sondern um das Verjagen eines Eindringlings. Er will nicht austesten wer der Stärkere ist. Ein Kangal hat ein sehr hohes Revierverhalten und duldet keine Fremden in diesem. Er wurde zur Verteidigung gezüchtet und das macht er mit Leib und Seele. Das Buch war einfach köstlich, ich habe oft geschmunzelt, herzlich gelacht und mich in so mancher Situation erkannt. Fazit: absolut lesenswert. Danke nochmal an Frau Wolkenlos und Stefan für das tolle Geschenk.
|




Kommentare
Genau so gehört ein Buch aufgebaut, immer wieder mit Humor gespickt damit es nie langweilig wird.
Lg,
Rewolve44
Sonja, die bildliche Vorstellung das Mika einen Ball apotieren soll und es für überhaupt nicht nötig hält, kann ich mir sehr gut vorstellen.
Das Buch scheint ja klasse zu sein und ich bin grad drauf und dran das Buch zu kaufen und gemeinsam mit dem frisch gebackenen Hundevater (ein Freund von mir) durch zu lesen, damit er gleich dabei was lernt.
Tja Caro Mika hält nun mal von solchen Beschäftigungen überhaupt nichts. Aber, wenn man da steht und den Clown macht um ihn erfolglos zu motivieren ist das gar nicht so lustig
Ihr habt bestimmt Spaß beim Lesen des Buches und der neue Hundevater weiß was so ungefähr auf ihn zukommt *grins*.
LG
Ich denke das Buch ist auch für Nichthundehalte r ganz lustig zum Lesen.
Lg
Alexa
Alle Kommentare dieses Beitrages als RSS-Feed.