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Wolle aus Hundehaaren
Montag, den 08. März 2010 um 10:26 Uhr
Alles freut sich auf den bevorstehenden Frühling. Für uns Hundehalter bedeutet das aber auch Haare, Haare, Haare, denn mit dem Frühling kommt auch der Fellwechsel der Haustiere.
Bisher habe ich immer Berge von Haaren, denn Mika hat unglaublich viel Unterwolle, einfach im Mülleimer entsorgt. Aber es gibt auch andere Verwendungsmöglichkeiten. Man kann von Hunde- oder auch Katzenhaaren Wolle spinnen lassen. Na das ist doch mal eine Idee, ich mache Handschuhe aus Mikas Haaren. Das will ich unbedingt ausprobieren. Dieses Jahr werde ich also die Hundehaare sammeln und aus der Hundewolle etwas Wärmendes für den Winter stricken. Hm, vielleicht müsste ich auch erst wieder stricken lernen, das ist ja schon tausend Jahre her. Aber, naja, bis ich Hundehaare für genügend Wolle gesammelt habe dauert es ja noch etwas und für den Sommer brauche ich es ja auch noch nicht, also noch genügend Vorbereitungszeit.
Aber der nächste Winter kommt bestimmt und ich bin echt schon gespannt auf Mikas Wolle und ob ich damit wohl nicht mehr die Finger abfrieren werde. Nun habe ich jedenfalls mal eine Probe Hundehaare eingeschickt um zu sehen, ob seine Haare überhaupt geeignet sind, denn die Haare sollten mind. 4cm lang sein und Mikas Haare sind von der Länge unterschiedlich.
Es beeindruckt mich immer wieder, wenn ich Hunde und Katzen zusammen friedlich schlummernd im Korb liegen sehe. Zumal Mika so gar nichts von Katzen hält und sie zum Fressen gern hat, jedenfalls so lange sie flüchten. Aber es gibt noch ungewöhnlichere Tierfreundschaften.
Das Video "Rat loves cat" ist einfach nur klasse. Ratte Peanaut verfolgt den Kater auf Schritt und Tritt und Ranj akzeptiert dies, wenn auch nicht immer total begeistert und kuschelt sogar mit der Ratte.
So außergewöhnliche Beziehungen unter Tieren, in diesem Fall zwischen Jäger und Beutetier, sind doch einfach super.
Immer wieder kommt in Meerschweinchenforen die Diskussion auf, ob die Haltung auf Decken bei Meerschweinchen nicht besser ist als Einstreu. Ich mußte nun schon das zweite Mal auf Deckenhaltung umsteigen, erst bei der Abzsess-OP von Picasso und nun bei der Kastration von Paul. Aufgrund der Wunden durften beide einige Zeit nicht in Einstreu sitzen.
Frisch gemacht sieht das auch richtig schön und kuschlig aus. Als Untergrund verwende ich Inkontinenzeinlagen, da diese gut saugen, drüber kommt eine Fleecedecke, die dann oben relativ trocken bleibt. Auf dem Foto hab ich die Decke etwas zurückgeschlagen, damit man meine Technik besser sieht.
Es gibt tatsächlich Meerschweinchenhalter, die von der Deckenhaltung begeistert sind. Ich persönlich kann das absolut nicht nachvollziehen. Für mich ist/war es nur ein notwendiges Übel. Gut, es hat zwei Vorteile - null Staub und keine Probleme mit der Entsorgung von Einstreu. Aber das ist auch schon alles.
Ich mache am Abend das letzte Mal um 22.oo h sauber und morgens um 7.oo h sieht es dann schon wieder so aus.
Anders als beim Streu bleiben die Köttel ja oben liegen und die Meerschweinchen sitzen sehr schnell im eigenen Dreck. Saugleistung natürlich auch so gut wie nicht vorhanden. Mein erster Versuch mit Handtüchern wurde deshalb gleich wieder verworfen. Die Hygieneeinlagen und Fleecedecken sind besser. Trotz allem muß ich die Decken sowie die Einlagen mehrmals am Tag wechseln, denn die Schweinchen pieseln und kötteln ja ständig. Mein Verbrauch an Einlagen ist enorm und die Wäscheberge sind heftig. Auch riecht es für meine empfindliche Nase sehr schnell unangenehm.
Fazit, jedes Mal mache ich drei Kreuze, wenn ich wieder einstreuen darf.