Kategorien
Archiv
| Armer Wurm |
|
|
| Dienstag, den 31. August 2010 um 16:10 Uhr | |||
Wenn Euch beim Spaziergang mal jemand begegnet, der auf den Wegen Regenwürmer aufsammelt, haltet ihn nicht gleich für komplett irre. So werde ich nämlich von Spaziergängern betrachtet, wenn ich mit meiner Schüssel spazieren gehe und Regenwürmer zusammensuche. Wenn auch der Sommer dieses Jahr mehr als mies ist, etwas Positives hat der Regen ja, denn die Regenwürmer tummeln sich dann auf den Wegen und man macht leicht Beute.![]() Langsam mutiere ich zum Tierquäler. Hat ein Wurm weniger Recht auf Leben als ein Igel. Nein sicher nicht, mir tun die Futtertiere leid. Früher habe ich jeden Regenwurm gerettet und ins Gras gesetzt, um nicht überfahren zu werden oder auszutrocken. Heute sammel ich sie für die Igel. Die Natur ist schon grausam, des einen Tod bedeutet für den anderen das Überleben. Wie die Zeit vergeht. Vor 9 Wochen habe ich Marie und Molly in die Freiheit entlassen. Molly hat sich gleich ein neues Revier gesucht und ich habe sie seither nicht mehr gesehen. Aber meine Igeldame Marie ist bis heute geblieben. Bis auf einzelne Tage übernachtet sie nach wie vor in ihrem Igelhaus und zum Fressen kommt sie immer noch täglich und so stehen natürlich auch immer ein paar Leckerbissen bereit. Zwar weniger als am Anfang, denn sie soll ja irgendwann schon völlig selbständig ihr Futter suchen. Aber so gar nichts mehr hinstellen bringe ich dann doch nicht übers Herz. Wer könnte schon so eine süße Igeldame enttäuschen, ich nicht. ![]() Also gab es gestern ein Schälchen Regenwürmer, über die sie sich bestimmt gefreut hat.
|






Kommentare
LG Gabi
Und die Natur ist halt einmal so, ich denke mir das öfters wenn ich einen Naturfilm mit kleinen putzigen Löwen sehe und dann was sie verspeisen, eine kleine putzige Antilope.
Lg,
Rewolve44
Allein schon, dass sie es sich gefallen lassen haben, dass du ihr Geschlecht kontrolliert hast. War doch sicherlich eine stachelige Angelegenheit?!
Stimmt Rewolve fressen und gefressen werden gehört nun mal zum Lauf der Natur, auch wenn es für uns nicht so schön anzusehen ist und automatisch hat man immer Mitleid mit dem Schwächeren.
Ich könnte ja jetzt sagen ich bin schlauer als der Hase Ulli
Marie erkenne ich am Verhalten. Es ist sehr unwahrscheinlic h das noch so ein zahmer Igel bei mir im Garten rumläuft. Die beiden wurden ja 10 Tage alt neben ihrer toten Mutter gefunden und mit der Flasche aufgezogen. Von daher sind sie sehr zutraulich, was anfangs beim Auswildern ein großes Problem war, sie hatten vor nichts Angst und haben auch nicht die Stacheln gestellt. Nur ganz langsam haben sich dann die natürlichen Instinkte eingestellt und bei Fremden verhält sich Marie inzwischen normal. Bei mir stellt sie nach wie vor keine Stacheln, ich bin halt die Tante mit den Mehlwürmern.
Einen Igel, der Vertrauen hat, kann man auch wie jedes andere Tier anfassen. Man schiebt vorsichtig die Hand unter den Bauch und kann ihn problemlos hochnehmen, solange die Stacheln anliegen ist es keine stachelige Angelegenheit
LG Soni
Alle Kommentare dieses Beitrages als RSS-Feed.