Start Hunde Hauterkrankung beim Hund - Hot Spot
Hauterkrankung beim Hund - Hot Spot Druckbutton anzeigen? E-Mail
Samstag, den 29. August 2009 um 11:18 Uhr
Ein Hot Spot ist eine entzündliche Hautveränderung beim Hund. Hauptsächlich in der warmen Jahreszeit sind überwiegend Hunde mit dichtem Fell von dieser Erkrankung betroffen. Aber auch Kurzhaarrassen bleiben nicht verschont.

Es gibt zwei verschiedene Arten, den meist sehr schmerzhaften "Tiefen Hot Spot" und den stark juckenden "Oberflächigen Hot Spot". Bezüglich der Entstehung vermutete man zuerst eine Folge der verminderten Belüftung der Hautoberfläche im Sommer. Inzwischen sind als Ursachen jedoch auch allergische Reaktionen, Fremdkörper, Verletzungen und Parasiten bekannt.

hotspot

Ein Hot Spot breitet sich rasend schnell aus, quasi über Nacht. Ich stellte abends fest das Mika sich häufig am Oberschenkel leckte. Da jedoch nicht mehr als ein kleiner Pickel zu sehen war, machte ich mir keine Gedanken und ging von einem Insektenstich aus. Am nächsten Morgen hat mich fast der Schlag getroffen. Es war ein ausgewachsener Hot Spot, so gross wie mein Handteller - haarlos bzw. mit am Rand verklebten Haaren, nässend, gelb mit einem roten Rand - es war ein oberflächiger Hot Spot. Es muss auch sehr stark gejuckt haben, denn er war kaum davon abzuhalten an der Stelle nicht weiter zu knabbern und zu lecken.

Tierärzte wenden in der Regel bei einem Hot Spot Cortisonpräparate oder auch in Kombination zusätzlich noch Antibiotika an. Da ich aber, wenn irgend möglich, eine Behandlung mit Naturheilmitteln vorziehe habe ich den Hot Spot mit Calendula Tinktur behandelt.

Ein Kaffeelöffel Calendula Tinktur mit einer kleinen Tasse Wasser verdünnt und damit täglich mehrmals die betroffene Stelle betupft bzw. für eine Weile ein getränktes Tuch auf den Hot Spot gelegt. Die Haare rund um den Hot Spot habe ich vorsichtig entfernt.

Der Ruckreiz hat fast sofort nachgelassen, jedenfalls ging er nicht mehr ran. Bereits am nächsten Tag war die Rötung deutlich besser und eine Woche später war der Hot Spot total abgeheilt und es musste nur das Fell wieder nachwachsen.

Ich möchte jedoch darauf hinweisen, dass ich kein medizinischer Fachmann bin, dies nur meine persönlichen Erfahrungen sind und den Besuch beim Tierheilpraktiker oder Tierarzt nicht ersetzen, denn eine eigene Behandlung muss immer gut eingeschätzt werden können.

soni

 

Kommentare  

 
#1 Frau Wolkenlos 2009-08-29 16:54
Da kann man wieder einmal sehen wie gut Naturmedizin helfen kann. Natürlich ersetzt das nicht komplett den Gang zum Tierarzt.
Ich könnte da so einiges erzählen... Einer unserer großen Frösche hatte eine Verletzung am Bein. Diese hat er sich durch ein Stück spitzen Ast im Terrarium zugezogen. Ich habe ihn ein paar Tage in eine Schale mit kaltem, schwarzen Tee gesetzt. Die darin enthaltenen Gerbstoffe haben einen stabilisierende n Effekt und eine entzündungshemm ende Heilwirkung. Hat geholfen, die Wunde heilte.
LG
Zitieren
 
 
#2 Soni 2009-08-30 13:03
Ich habe mit natürlichen Mitteln auch schon so viele gute Erfahrungen gemacht und bin deshalb auch sehr überzeugt davon.

Das ist ja klasse, dass das Teebad bei Deinem Frosch geholfen hat. Das hätte ich nicht gewusst. Beim Frosch kann man ja auch sicher nicht so einfach eine Salbe auf die Wunde machen. So lernt man doch immer wieder dazu
LG
Zitieren
 
 
#3 Anke Caré 2010-06-15 00:31
Liebe Soni, da mein Golden Retriever - wie ich heute im Internet recherchiert habe - mit großer Gewissheit auch genau an dieser Krankheit leidet, wäre meine Frage, ob man dafür auch homöopathisch vorsorgen kann, damit diese nicht so anfällig für diese Hot Spots sind?
Vielen Dank vorab und viele Grüße Anke
Zitieren
 
 
#4 Soni 2010-06-15 09:36
Generell kannst Du mit allem was sich positiv auf Hautgesundheit und Immunsystem auswirkt vorbeugen.

Ich habe bei Mika das Futter umgestellt, ernähre ihn so natürlich wie möglich ohne die ganzen Zusatzstoffe im Fertigfutter und verwende keinerlei chemischen Präparate, sofern sie denn nicht unbedingt notwendig sind - also keine Spot-On Präparate, keine profilaktischen Wurmkuren etc.

Im Fellwechsel kämme ich regelmäßig die abgestorbenen Haare und vor allem die Unterwolle aus, da sie bei Mika sehr schnell zu Juckreiz und ansonsten übermäßigem Kratzen führen. Man sollte jedoch keine Kämme oder Bürsten verwenden, die die Haut reizen.

Bei Mika war es dann eine einmalige Sache, der Hot Spot kam glücklicherweis e nie wieder.

Homöopathisch kann man viel machen, dazu müsstest Du Deinen Hund aber einem Tierheilpraktik er vorstellen, denn das muss dann schon speziell auf Deinen Hund abgestimmt werden.

Allles Gute für Deinen Golden - tolle Hunde, ich liebe Retriever
Zitieren
 
 
#5 Anke Caré 2010-06-15 10:02
zitiere Soni:
Generell kannst Du mit allem was sich positiv auf Hautgesundheit und Immunsystem auswirkt vorbeugen.

Ich habe bei Mika das Futter umgestellt, ernähre ihn so natürlich wie möglich ohne die ganzen Zusatzstoffe im Fertigfutter und verwende keinerlei chemischen Präparate, sofern sie denn nicht unbedingt notwendig sind - also keine Spot-On Präparate, keine profilaktischen Wurmkuren etc.

Im Fellwechsel kämme ich regelmäßig die abgestorbenen Haare und vor allem die Unterwolle aus, da sie bei Mika sehr schnell zu Juckreiz und ansonsten übermäßigem Kratzen führen. Man sollte jedoch keine Kämme oder Bürsten verwenden, die die Haut reizen.

Bei Mika war es dann eine einmalige Sache, der Hot Spot kam glücklicherweis e nie wieder.

Homöopathisch kann man viel machen, dazu müsstest Du Deinen Hund aber einem Tierheilpraktik er vorstellen, denn das muss dann schon speziell auf Deinen Hund abgestimmt werden.

Allles Gute für Deinen Golden - tolle Hunde, ich liebe Retriever :lol:



Vielen Dank Soni! Werde mal nach einem Tierheilpraktik er suchen.
Ist übrigens eine super Seite! Toll gemacht!
Grüße aus dem Bayerischen Wald, Anke!
Zitieren
 
 
#6 Soni 2010-06-15 10:04
Vielen Dank Anke freut mich, wenn es Dir hier gefällt.

Wünsche Dir viel Erfolg.
Zitieren
 
 
#7 Margit 2010-06-21 17:24
Hallo,
unsere schwarze Hovawarthündin hat nach einem Zeckenbiß unter dem Ohr einen Hot Spot wie uns der TA attestierte.
Zuerst bekam sie eine Cortisonspritze bereits in der Praxis und der HotSpot wurde mit Jodtinktur desinfiziert.
Mit nach Hause bekamen wir eine Cortisonhaltige Salbe, Antibiotikatabl etten und die jodhaltige Lösung zum täglichen desinfzizieren.
Bereits am nächsten Tag war der HotSpot trocken und der Hund wieder völlig fit. Aber am darauf folgenden Tag war wieder alles beim alten. Der HotSpot näßt wieder, trotz Salbe, Antibiotika und desinfizieren, morgen gehe ich wieder zum TA.
Wer kann mir einen Rat geben,
da unsere Hündin bereits 10 Jahre ist und ich sie nicht mit soviel Chemie voll stopfen will.

lg
Margit
Deggendorf
Zitieren
 
 
#8 gudrun reso 2010-06-22 07:46
hallo margit,
unsere dalmihündin hat siet vorgestern auch zum zweiten mal mit einem hotspot an der backe unter dem ohr zu tun. gut wäre es, wenn du die langen haare ringsum alle abrasierst. ich wasche dreimal täglich alle verkrustungen mit einem sauberen lappen ab. danach trockne ich gründlich(küche nkrepp) ab. ich nehme im moment kokosöl(ist bei körpertemperatu r sehr dünnflüssig- bleibt auch kein dreck dran kleben- hilft auch gegen zecken und kriebelmücken). bin bis jetzt sehr zufrieden damit. es verkrustet so gut wie nichts mehr. juckreiz ist auch weg und es wird auch nicht größer. dieses dünnflüssige öl scheint auch nicht die belüftung zu behindern. ansonsten würde ich dir auch zu anderen narürlichen mitteln, oder jodtinktur raten. möglichst was, was nicht brennt- wegen dem weiteren "behandlungswill en" des hundes.
lg gudrun reso
Zitieren
 
 
#9 Soni 2010-06-22 09:22
Ich habe bei mir persönlich auch schon die Erfahrung gemacht, lang lang ist es her, das Cortison zwar schnell die Symptome unterdrücken kann, aber genau so schnell blüht auch alles wieder auf.

Cortisonpräpara te und Antibiotika ist beim Tierarzt in der Regel üblich. Hätte Mika auch bekommen sollen. Aber solange ich den Heilungsverlauf beurteilen kann und es sich nicht um eine lebensbedrohend e Krankheit handelt, versuche ich immer erst mit sanfteren Methoden und nicht gleich mit diesen Hammermedikamen ten.

Bei Mika hat wie oben beschrieben die Calendula-Tinktur super geholfen. Ferndiagnosen kann ich nicht stellen, aber Du kannst Deinen Hund ja auch einem Tierheilpraktik er vorstellen.

Wünsche Dir gute Besserung für Deine Fellnase.

LG Soni
Zitieren
 
 
#10 gudrun reso 2010-06-22 12:24
hallo margit,
ich nochmal. du schreibst, das du salbe raufmachen solltest. es gibt tierärzte die sagen, das salbe zu sehr abdeckt und es dann dadrunter besser weiter "suppen" kann.
lg gudrun
Zitieren
 

Kommentar schreiben